Navigation

In den Panoramen kann man frei navigieren.

Mit der Maus, bei gedrückter linker Taste, in die Richtung ziehen in die man schwenken möchte.
Durch Drehen des Mausrades kann man Ein- und Auszoomen.
Ein Doppelklick wechselt in den Full Screen.

Auf der Tastatur, die Cursortasten zum Schwenken und +/- zum Zoomen benutzen.

In den Touren sind Marker gesetzt, erkennbar am weißen Kreis mit Punkt. Wenn man sich einem Marker nähert erscheint ein Vorschaubild des nächsten Panoramas. Ein Klick hierauf wechselt ins nächste Panorama.


Das Navigationsmenü am unteren Bildrand ist durch 3 kleine Punkte gekennzeichnet.

Ein Klick hierauf öffnet ein Navigationsmenü mit folgenden Möglichkeiten:

Zum nächsten Panorama wechseln. (Nur bei Touren mit mindestens 2 Panoramen.)
Pfeiltasten zum Navigieren.
Zoomtasten
Auto Rotation an/aus
Information
Full Screen
Karte an/aus

Rechts in der Karte ist "grün" unterlegt der aktuelle Sichtbereich dargestellt.

Mit der "zurück"-Taste des Browsers verlässt man ein Panorama und kehrt zum Menü zurück.

Workflow

Die Aufnahme von Panoramen, insbesondere von Kugelpanoramen, (auch sphärische- oder 360 Grad-Panoramen genannt), sollte man sorgfältig planen. Neben der Ortswahl spielt auch der Stand der Sonne eine entscheidende Rolle.

 

Welche Ausrüstung wird benötigt?

Neben einem Stativ mit Indexer und Nodalpunktadapter sollte ein Fisheye (kreisrundes Abbild auf dem Kamerasensor) oder ein Full-Frame-Fisheye mit formatfüllender Abbildung, sowie ein Funkauslöser zur Ausrüstung gehören. Nützlich ist auch ein SpyderCube oder eine Graukarte mit deren Hilfe man ein Referenzbild für den späteren Weißabgleich erstellt.

 

Warum wird ein Nodalpunktadapter benötigt?

Damit die einzelnen Aufnahmen später problemlos zu einem Panorama verrechnet werden können, wird der NP-Adapter benötigt.
Mit Hilfe des Adapters kann man das Kamera-Objektiv-System so auf dem Stativ platzieren, dass
a) die Drehachse des Stativs deckungsgleich mit dem Brennpunkt des Kamerasystems ist und
b) sich das ganze Kamerasystem in allen 3 Achsen (x,y,z) um den Brennpunkt drehen und schwenken lässt.
Ohne NP-Adapter kommt es zum sogenannten Parallaxenfehler. Dieser ist umso größer je näher sich das zu fotografierende Objekt am Brennpunkt befindet. Im ungünstigsten Fall können die Aufnahmen nicht zu einem Panorama montiert werden.

 

Ablauf:

Nachdem ein geeigneter Standort gefunden wurde, wird das Stativ so aufgebaut, dass die Drehachse senkrecht verläuft. Meist ist im Stativ eine kleine Wasserwaage schon eingebaut.
Kameraeinstellungen:
Alle automatischen Funktionen der Kamera müssen ausgeschaltet sein (Autofokus, Weißabgleich, Belichtungsmessung, usw.).
Die Kamera wird im manuellen Modus betrieben. Die meisten Kameramodelle bieten die Möglichkeit Voreinstellungen abzuspeichern.


Nun zum Setup:


a) Die Blende sollte zwischen 11-14 gewählt werden, bei 100 ASA.

b) Mittels Spiegelvorauslösung, durch das Display der Kamera, unter Nutzung der Zoomfunktion für das Displaybild, scharfstellen.

c) Die Kamera wird auf den Belichtungsreihenmodus eingestellt, es werden z.B. 3 Aufnahmen, normal-, über- und unterbelichtet pro Drehposition gemacht. (plus/minus 2 Blendenstufen)

d) Die Belichtungszeit wird mittels der Lichtwaage im Sucher ermittelt. Hier ist meist am unteren Bildrand die Lichtwaage ersichtlich. Zum Einstellen die Belichtungszeit so lange verändern bis sich die 3 kleinen Balken je links, rechts und in der Mitte befinden.

e) Referenzbild für den späteren Weißabgleich erstellen. Hier bieten sich 2 Möglichkeiten an.
Man kann den internen Messwertspeicher der Kamera benutzen, ein Referenzbild aufnehmen, und dessen Weißabgleichswerte in den manuellen Modus übertragen. Oder man erstellt ein Bild, bei dem ein SpyderCube (oder neutrale Graukarte) aufgenommen wird, welches dann als Referenzbild dient.

f) Die so ermittelten manuellen Einstellungen als Setup speichern, damit auch alle folgenden Aufnahmen mit den gleichen Einstellungen erstellt werden.
Bei den Schritten a) – f) habe ich die Kamera noch in der Hand. Jetzt wird die Kamera mittels Schnellverschlußplatte am Nodalpunktadapter befestigt.

 

Anzahl der Aufnahmen:

Je nachdem, welches Objektiv verwendet wird, schwankt die Zahl der Aufnahmen.
Verwendet man ein Fisheye mit 180 Grad Blickwinkel, sind im Idealfall 2-3 Aufnahmen notwendig.
Bei mehr Aufnahmen ist es einfacher die Geisterbilder von sich bewegenden Objekten zu entfernen, da der Überlappungsbereich größer ist.
Bei einem Full-Frame-Fisheye wähle ich 3 Reihen ´a 8 Positionen. (je 45 Grad)
Beginnend im Uhrzeigersinn mit +45 nach oben, 0 Grad und -45 Grad nach unten.
Macht 24 Positionen plus eine mit versetztem Stativ um ein Bodenbild aufzunehmen. Dies wird jedoch nur benötigt wenn man im späteren Panorama kein Stativ oder eingefügtes Logo im Nadir sehen möchte.

 

Die obige Beschreibung schildert nur grob den Workflow zur Aufnahme von Kugelpanoramen. 

Software

Nachdem alle Aufnahmen für die Kugelpanoramen aufgenommen und auf den PC kopiert wurden müssen die Einzelaufnahmen verarbeitet werden.

Schritt 1: HDR-Einzelbilder

Verrechnung der Belichtungsreihe, 3 Bilder pro Stativposition, zu einem HDR-Einzelbild.
Ein HDR-Bild hat einen höheren Dynamikumfang als ein normales Bild.

Für die Erzeugung von HDR-Bildern benutze ich:  Photomatrix Pro 5.1.2

Schritt 2: Stitching der Einzelbilder zu einem Panorama

Die einzelnen HDR-Bilder, bei Aufnahmen mit einem Full-Frame-Fisheye sind dies mit dem Bild für den Bodenpatch 25 an der Zahl, werden mit  PTGui Pro 10.0.15  zu einem Panorama verrechnet.
Das Ergebnis ist ein Bild mit einem Seitenverhältnis von 2:1. Man spricht dann von einer equirectangularen Darstellung, mit 360 Grad Abbildung in der Waagerechten und 180 Grad in der Senkrechten.
Diese Bilder sind quasi die Abwicklung einer Kugel auf ein Rechteck. Am oberen und unteren Bildrand sind diese Bilder stark verzerrt, da sich in der Kugel dort der Zenit und der Nadir befinden.

 

Schritt 3: Animation und Transformation

Mit dem Program  Pano2VR5  wird das in Schritt 2 erzeugte Panorama z.B. als HTML5-Ausgabe für die Webdarstellung hergestellt.
Das Ausgangsbild kann auch in andere Darstellungsformen transferiert werden, so z.B. als Angular Map (Kleine Welten)